Laser im Weltraum: Das LZH auf der IdeenExpo 2026

Auf der IdeenExpo 2026 können Besucher:innen am Stand des LZH in Halle 9, ausprobieren wie Satellitenkommunikation mit Licht funktioniert.  (Foto: LZH)
Auf der IdeenExpo 2026 können Besucher:innen am Stand des LZH in Halle 9, ausprobieren wie Satellitenkommunikation mit Licht funktioniert. (Foto: LZH)
18 June 2026
Press releases

Vom Daten-Highway im All bis zum 3D-Druck auf dem Mond: Das LZH zeigt auf der IdeenExpo 2026, wie Lasertechnologie die Raumfahrt und Kommunikation der Zukunft prägt. Vom 20. bis 28. Juni 2026 können Besucher:innen auf dem Messegelände Hannover in Halle 9, Stand AS-03, ausprobieren, wie Satellitenkommunikation mit Licht funktioniert. 

Wie kommt das Internet ins All? Am Mitmachexponat „LZH Laser Link" erfahren Besucher:innen, wie die Kommunikation mit Licht funktioniert. Um Daten ohne Kabel durch den Raum zu senden, müssen sie einen Laser ganz genau ausrichten. Die Grundlagen für eine solche Kommunikation im und über das Weltall entstehen am LZH: Wissenschaftler:innen entwickeln zum Beispiel einen Laserverstärker, der Informationen gleichzeitig auf zehn Kanälen überträgt und so große Datenmengen mit Lichtgeschwindigkeit durch das All und wieder zurück auf die Erde schickt. Damit wird Kommunikation auch in entlegenen Gebieten und bei Störungen im Erd-Glasfasernetz möglich. Ein Modell des Systems ist am Stand zu sehen. 

3D-Druck mit Mondstaub 

3D-Druck auf dem Mond für Straßen und Landeplätze – auf der IdeenExpo 2026 zeigt das LZH Lasertechnologie für den Weltraum. (Foto: LZH)
3D-Druck auf dem Mond für Straßen und Landeplätze – auf der IdeenExpo 2026 zeigt das LZH Lasertechnologie für den Weltraum. (Foto: LZH)

Der Transport von Material in den Weltraum ist extrem teuer. Wie können trotzdem Straßen und Landeplätze auf dem Mond entstehen? Im Projekt MOONRISE entwickelt das LZH einen Laser, der auf dem Mond Mondstaub aufschmilzt. Eine Künstliche Intelligenz unterstützt dabei, den optimalen Standort für diesen Prozess zu finden. Nach dem Abkühlen entsteht eine feste, belastbare Fläche – ein möglicher Baustein für zukünftige Mondmissionen. Den dafür entwickelten Laser zeigt das LZH an einem Mondexponat. 

Kreativ können sich Kinder und Jugendliche mit 3D-Stiften am Stand einbringen: Raumschiffe, Planeten, Satelliten oder Außerirdische – was gehört zum Leben im Weltall dazu? Die Aktion verbindet Kreativität mit Technik und gibt darüber hinaus einen praktischen Einblick in die Welt des 3D-Drucks. 

Karrierechancen in der Laserforschung 

Auf der IdeenExpo stellt das LZH außerdem seine vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene vor. Von Physik und Ingenieurwissenschaften bis hin zu Verwaltung und Technik bietet das Institut zahlreiche Wege in der und für die Forschung zu arbeiten: Praktika, Ausbildungen, das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr (FWJ) und das Niedersachsen-Technikum ermöglichen erste Einblicke in und nach der Schule. Während und nach dem Studium bietet sich der Einstieg in Forschung, Verwaltung, Kommunikation oder Technik. Mitarbeiter:innen des LZH stehen am Stand für alle Fragen rund um Berufsbilder und Karrierewege bereit.

Außerdem werden Wissenschaftler:innen bei drei Bühnenauftritten Einblicke in die Arbeit am LZH geben:

  • Dienstag, 23.06.2026 13:00 Uhr, Bühne Sieben: Mit Laserpower ins All – Forschung erleben am LZH 
  • Mittwoch, 24.06.2026, 11:45 Uhr, Showbühne: Mit Laserpower ins All – Forschung erleben am LZH
  • Sonntag 28.06.2026, 13:30 Uhr, Bühne Sieben: Laser im Orbit, 3D-Druck auf dem Mond – alles echt. Oder?

Die IdeenExpo 2026 findet vom 20. bis 28. Juni täglich von 9 bis 18 Uhr auf dem Messegelände Hannover statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.ideenexpo.de.

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) 

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH. 

Das LZH bietet mit seinen Anwendungen der smarten Photonik Lösungen zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen. Dabei arbeiten Naturwissenschaftler:innen und Ingenieur:innen interdisziplinär zusammen entlang der Prozesskette: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme oder für Quantentechnologien bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizin- und Agrartechnik oder für den Leichtbau im Automobilsektor. 18 erfolgreiche Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie – und nutzt Licht für Innovation.