LZH auf der W3+fair in Jena
Mit zwei Schwerpunkten präsentiert sich das Forschungsinstitut bei seiner Premiere auf der Messe. Zum einen stellen die Wissenschaftler:innen des LZH am Messestand ihr Angebot im Bereich der Entwicklung und Charakterisierung optischer Komponenten für unterschiedliche Anwendungszwecke vor. Sie zeigen aktuelle Arbeiten zu besonderen optischen Beschichtungen sowie zu laserinduzierten Zerstörtests. Mit letzteren können Belastungsgrenzen optischer Bauteile systematisch ermittelt werden – eine wichtige Grundlage für besonders leistungsstarke Laser und die Sicherstellung langer Betriebslaufzeiten. Einsatzgebiete finden die Optiken in verschiedenen Branchen wie Materialbearbeitung, Medizintechnik, Sensorik, Telekommunikation und Raumfahrt.
Funktionale Optiken direkt aus dem 3D-Drucker
Der zweite Schwerpunkt in Jena liegt auf der Additiven Fertigung optischer Komponenten. Das LZH forscht daran, sphärische Linsen und andere funktionale Optiken mittels 3D-Druck herzustellen. Dieser Ansatz eröffnet neue Möglichkeiten für die Fertigung individueller Optiken, weniger Herstellungsschritte, flexibler und individueller als in der konventionellen Fertigung. Insbesondere ist das interessant für die individuelle Strahlformung, die Miniaturisierung von optischen Systemen und die integrierte Photonik. Am Stand zeigt das LZH anhand von Exponaten, wie die ersten Arbeiten zum Glasfaser-Auftragschweißen den Weg für die heutige Fertigung funktionsfähiger optischer Bauteile mittels Laser Glass Deposition (LGD) bereitet haben.
Das LZH ist auf der W3+fair am 23. und 24. September in der Sparkassen-Arena Jena, Halle 1, Stand C11 zu finden.
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.
Das LZH bietet mit seinen Anwendungen der smarten Photonik Lösungen zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen. Dabei arbeiten Naturwissenschaftler:innen und Ingenieur:innen interdisziplinär zusammen entlang der Prozesskette: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme oder für Quantentechnologien bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizin- und Agrartechnik oder für den Leichtbau im Automobilsektor. 18 erfolgreiche Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie – und nutzt Licht für Innovation.