Laserschneiden unter Wasser

Unterwasserarbeiten sind personal- und zeitintensiv. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit dem Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover einen laserbasierten Prozess entwickelt, um Spundwände automatisiert unter Wasser zu schneiden.

Spundwände schützen befestigte Uferbereiche oder ermöglichen es, diese für Reparaturen trocken zu legen. Sollen sie demontiert werden, müssen Taucher sie mit dem Schneidbrenner in kleinere Teile zerschneiden. Üblicherweise schafft es ein Taucher, etwa 20 Meter pro Tag zu schneiden, was einer Geschwindigkeit von 0,07 m/min entspricht. Wissenschaftler am LZH haben im Projekt LuWaPro einen Prozess entwickelt, bei dem die Schnitte durch einen Scheibenlaser im Brennschnitt  ausgeführt werden. Der Taucher übernimmt dabei nur noch eine Kontrollfunktion. Das Verfahren erlaubt es, Bleche mit für Spundwände üblichen Stärken von 10 Millimetern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 0,9 m/min zu trennen.

Im Unterwassertechnikum Hannover (UWTH) haben die Wissenschaftler zusammen mit den Projektpartnern und der Laser on Demand GmbH den Prozess getestet.

Kontakt
M.Sc. Benjamin Emde
Gruppenleitung Unterwassertechnik
Abteilung Werkstoff- und Prozesstechnik
Telefon: +49 511 2788-336
E-Mail: b.emde@lzh.de