Forum Additive Fertigung: Hightech-Impulse und Anwenderleitfaden für KMU
26.09.2019

Niedersachsen ADDITIV zeigt, was mit 3D-Druck möglich ist: Diese mittels Laser Powder Bed Fusion (LPBF) aus einer Magnesiumlegierung gefertigte Struktur ist mit konventionellen Verfahren nur schwer umsetzbar. (Foto: LZH)

Die Bandbreite an druckbaren Werkstoffen wächst: Auch aus Kupfer lassen sich Bauteile mit komplexen Geometrien additiv fertigen. (Foto: LZH)

Der ideale Einstieg in die Welt der Additiven Fertigung: Der Anwenderleitfaden für KMU von Niedersachsen ADDITIV. (Graphik: Niedersachsen ADDITIV)

Beim Forum Additive Fertigung am 26. September in Hannover bündelt Niedersachsen ADDITIV erneut Experten-Knowhow aus Wirtschaft und Wissenschaft, um zu zeigen, welche Chancen und Potenziale der 3D-Druck bietet. Neben den Vorträgen hochkarätiger Referentinnen und Referenten ist die Veröffentlichung des Anwenderleitfadens für KMU ein Highlight der Veranstaltung.

„Seit dem letzten Forum Additive Fertigung vor fast genau einem Jahr hat das Technologiefeld der Additiven Fertigung viele Neuerungen hervorgebracht. Wir dürfen uns heute also auf hochinteressante Vorträge freuen“, begrüßte Dr.-Ing. Stefan Kaierle, geschäftsführender Vorstand des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) und Leiter von Niedersachsen ADDITIV die fast 100 Gäste.

Dr. Berend Lindner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, lobte das besondere Engagement von Niedersachsen ADDITIV und dem LZH zum Thema „Laser für die Digitalisierung“. „Ganz besonders freut es mich, dass Niedersachsen ADDITIV heute den Anwenderleitfaden für KMU veröffentlicht. Ich kann allen an Additiver Fertigung interessierten Unternehmen nur empfehlen, diese wertvolle kostenfreie Informationsquelle auf der Homepage von Niedersachsen ADDITIV zu nutzen.“, so Dr. Lindner in seinem Grußwort.

Leitfaden mit den wichtigsten Infos für Einsteiger
Der Leitfaden beantwortet die rund 20 Fragen, die den Experten von Niedersachsen ADDITIV in der nun zweijährigen Projektlaufzeit am häufigsten gestellt wurden. Zum Beispiel: „Was muss ich tun, um den 3D-Druck in meinem Unternehmen einzuführen?“ und „welche 3D-Druckverfahren gibt es?“. Kostenfrei und ohne Registrierung ist der Anwenderleitfaden auf www.niedersachsen-additiv.de abrufbar. Niedersachsen ADDITIV stellt damit auch Unternehmen, die das Veranstaltungsangebot noch nicht nutzen konnten, eine wertvolle Informationsquelle zum 3D-Druck zur Verfügung.

Mobil mit 3D-gedruckten Bauteilen
Selbst Flugzeugteile, die häufig sicherheitsrelevant sind, lassen sich heute automatisiert in 3D drucken. Die Prozesskette dazu zeigt Dr. Thomas Bielefeld von Premium Aerotec. „Wir drucken, um zu fahren: auf Spur zum digitalen Ersatzteillager“ – wie die Deutsche Bahn AG mit Hilfe Additiver Fertigungsverfahren zuverlässiger wird, erklärt Technologiescout und Materialexpertin Dr.-Ing. Tina Schlingmann. Eine weitere spannende Innovation zeigt Mirek Claßen von der BigRep GmbH: ein komplett 3D-gedrucktes E-Motorrad.

Neue Verfahren, Einsatzgebiete und Anlagen
Zukunftsweisende Fortschritte in den Bereichen des pulverbasierten Metalldrucks, der Serienfertigung im Automobilbau sowie überraschende Desktop-Anwendungsfälle und ein Multifunktion-Fused-Deposition-Modeling (FDM)-Drucker aus Niedersachsen runden das Programm ab.

In den Pausen können die Teilnehmer verschiedene 3D-Drucker im Einsatz erleben und in Fachgesprächen neue Kontakte knüpfen. Neben der Ausstellung im Showroom von Niedersachsen ADDITIV hält auch der Campus für Digitalisierung von Volkswagen Nutzfahrzeuge anschauliche Praxisbeispiele bereit.

Vielfältiges Veranstaltungsangebot
Unternehmen, die an der Additiven Fertigung interessiert sind oder diese bereits einsetzen, bietet das breit gefächerte Veranstaltungsangebot von Niedersachsen ADDITIV die Möglichkeit, sich zu informieren, zu vernetzen und gezielt Knowhow aufzubauen. Alle Veranstaltungstermine im Überblick: www.niedersachsen-additiv.de/de/termine/.

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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.

Niedersachsen ADDITIV – Zentrum für Additive Fertigung

Niedersachsen ADDITIV hat das Ziel, Additive Fertigungsverfahren zu erforschen, für den flächendeckenden Einsatz in der Industrie weiterzuentwickeln sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen dabei zu unterstützen, die neuen Technologien in ihre Produktionsprozesse zu integrieren.

Dazu haben sich in Niedersachsen ADDITIV vier Partner zusammengeschlossen: Das Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH), das Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH), die Deutsche Messe Technology Academy GmbH sowie die LZH Laser Akademie GmbH.

Gefördert wird das Zentrum vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Mehr Informationen unter www.niedersachsen-additiv.de.