Effiziente Motorenproduktion mit der neuesten Generation des LZH IBK
12.11.2019

Der neueste Innenbearbeitungskopf (IBK) vom LZH zeichnet sich durch eine integrierte Prozessüberwachung und erleichterte Handhabung aus. (Bild: LZH)

Der neueste Innenbearbeitungskopf (IBK) vom LZH zeichnet sich durch eine integrierte Prozessüberwachung und erleichterte Handhabung aus. (Bild: LZH)

Motorblöcke aus Aluminium sind deutlich leichter als ihre konventionellen Vorgänger aus Grauguss. Die Zylinderlaufflächen müssen jedoch, um sie langlebig zu machen, mit einer verschleißfesten Beschichtung ausgekleidet werden. Mit dem vom Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) entwickelten Laser-Innenbearbeitungskopf (IBK) können die Zylinder-Innenflächen dafür vorbereitet werden. Der IBK ist bereits im Serieneinsatz, die neue Generation R7 wurde nun ausgeliefert.

Die Weiterentwicklung des IBK erfolgte in engem Kundenkontakt. Die Sensorik zur Prozessüberwachung im neuen IBK R7 ist nun voll intergiert und die Handhabung des Systems ist gegenüber den Vorgängern erleichtert. Darüber hinaus wurde der Strahlengang optimiert, um Verschmutzungen zu vermeiden.

Rotierender Laserstrahl strukturiert die Aluminiumoberfläche
Der IBK besteht aus einer Spindel an deren Ende ein rotierendes Strahlumlenkungselement angebracht ist. Aus diesem tritt bei der Bearbeitung ein fokussierter Laserstrahl aus. Die Spindel senkt sich in die Bohrung ab und gleichzeitig rotiert das Spindelende mitsamt dem Umlenkelement. Auf diese Weise werden grabenähnliche Strukturen in die aufzurauende Oberfläche eingebracht. Ein spezieller Reinigungsschritt nach dem Aufrauen und vor dem Beschichten, wie etwa beim Korundstrahlen, ist nicht notwendig. Da der IBK praktisch verschleißfrei arbeitet, ist der Laserprozess den konventionellen, spanenden Aufrauprozessen überlegen.

Zu der Pressemitteilung gibt es zwei Bilder.

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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.