Der Laser – Werkzeug für Innovationen: LZH auf der Hannover Messe 2016
12.04.2016

Bild 1: Der Laser – Werkzeug für Innovationen. (Foto: LZH)

Bild 2: Effiziente Prozesse: Unterwasserschneiden mit dem Laser. (Foto: LZH)

Bild 3: Smarte Bauteile: laserstrukturierte Sensoren. (Foto: LZH)

Individuelle Fertigung, effiziente Prozesse, dreidimensionaler Leichtbau, smarte Bauteile: Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zeigt vom 25. bis zum 29. April 2016 auf der Hannover Messe aktuelle Forschung für die Technologie von morgen. Unter dem Leitthema „Der Laser – Werkzeug für Innovationen“ präsentiert sich das LZH auch in diesem Jahr wieder auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen in Halle 2, Stand A08.

An aktuellen Projekten zeigt das LZH: welche Vorteile Magnesium als Material in der Fertigung hat, wie der Laser Arbeiten unter Wasser sicherer und effizienter macht, wie CFK die Produktion von morgen verändern wird und wie Bauteile durch funktionalisierte Oberflächen und integrierte Sensoren smart werden.

Additive Fertigung
Das selektive Laserstrahlschmelzen überwindet die Grenzen herkömmlicher Fertigungsverfahren. Dadurch ermöglicht es, kleinste Strukturen, komplexe Bauteile oder individuelle Implantate aus dem »Nichts« zu generieren. Das LZH entwickelt Prozesse für die additive Fertigung belastungsangepasster Bauteile und für die Verarbeitung von Sondermaterialien, wie etwa Magnesium. Dieser Werkstoff hat eine sehr hohe spezifische Festigkeit, ist gut recycelbar und praktisch unbegrenzt verfügbar.

Effiziente Prozesse
Arbeiten unter Wasser sind oft zeitintensiv und für die Taucher körperlich sehr belastend. Bei bislang gängigen Methoden wird für das Trennen unter Wasser vor allem das Lichtbogen-Sauerstoffschneiden eingesetzt. Die Elektrode wird dabei von Hand geführt. Das LZH entwickelt ein automatisiertes laserbasiertes Schneidverfahren für Spundwände, mit dem sich die Schneidgeschwindigkeiten signifikant erhöhen lassen. Mit diesem Prozess wird die Metallbearbeitung unter Wasser wesentlich schneller und günstiger. Zusätzlich lässt sich dadurch die Arbeit der Taucher sicherer und effizienter gestalten.

Innovativer Leichtbau
Die dreidimensionale, automatisierte Bearbeitung von thermoplastischen, faserverstärkten Materialien wie kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) ist grundlegend für den Einzug dieses Leichtbaumaterials in die Großserienproduktion. Das vom LZH entwickelte Laserdurchstrahlschweißen erlaubt das sichere Fügen dieser Materialien. Das Institut stellt den aktuellen Forschungsstand zu den Verfahren Schneiden, Bohren und Abtragen vor.

Smarte Bauteile
Funktionalisierte Oberflächen und integrierte Sensoren geben Bauteilen neue oder verbesserte Eigenschaften, erhöhen deren Effizienz und Langlebigkeit. Das LZH arbeitet an der Mikrostrukturierung von Metallen und Nicht-Metallen für Maschinenbau, Medizintechnik sowie den Solarbereich. Mit integrierten Sensoren können selbst kleinste Dehnungen in schwer verformbaren Teilen einer Werkzeugmaschine gemessen werden. So können etwa im laufenden Prozess der Zustand der Maschine überwacht, Prozesskräfte und Schwingungen gemessen und diese Informationen für Prozesskontrolle und -optimierung genutzt werden.

Besuchen Sie das LZH auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen, Halle 2, Stand A08!

Pressemitteilung zum Download: 

 

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.