COMET – feierliche Eröffnung des Leistungszentrums für optische Schichten
12.07.2016

Bild 1: Eröffnung des Center for Optical Coatings and Metrology (COMET) am 30.05.2016; v.l.n.r. Prof. Dr. Andreas Tünnermann (Institutsleiter IOF), Prof. Dr. Detlev Ristau (Abteilungsleiter LZH), Prof. Dr. Dr. Herbert Welling (Gründer LZH), Prof. Dr. Norbert Kaiser (Stellvertretender Institutsleiter IOF), Prof. Dr. Wolfgang Ertmer (Vorsitzender Wissenschaftliches Direktorium LZH). (Foto: IOF)

Bild 2: Prof. Dr. Detlev Ristau, Leiter der Abteilung Laserkomponenten am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) bei seinem Vortrag anlässlich der Eröffnung von COMET. (Foto: IOF)

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) eröffneten am 30. Mai 2016 das Center for Optical Coatings and Metrology (COMET).

Bei der Auftaktveranstaltung in Jena handelte es sich um den offiziellen Startschuss für eine strategische Zusammenarbeit der Abteilung Laserkomponenten des LZH und der Abteilung Optische Schichten des IOF im Rahmen des Leistungszentrums für optische Schichten. Damit verfolgen die Kooperationspartner das Ziel, aktuelle Fragestellungen zum Thema optische Schichten gemeinsam zu beantworten.

Vereinte Fachkompetenz für neue Herausforderungen
Die Dünnschichttechnologie ist fest im Bereich der Optik und Photonik verankert. Doch die stetige technische Weiterentwicklung führt dazu, dass die Anforderungen an optische Bauteile sowohl für Forschung und Entwicklung als auch industrielle Anwendungen immer weiter zunehmen. Hierbei sind zum Beispiel Spiegel oder Filter gefragt, die gleichzeitig über Eigenschaften wie eine hohe Stabilität, minimale Absorption und vernachlässigbare Streuverluste verfügen müssen. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, ist es von entscheidendem Vorteil, die Fachkompetenz und die bestehende Infrastruktur mehrerer Forschungseinrichtungen zu bündeln und gemeinschaftlich zu nutzen.

Internationale Vorreiterrolle in der Dünnschichtforschung
Die beiden Fachabteilungen des LZH und des IOF haben schon jetzt eine internationale Vorreiterrolle inne. In der modernen Dünnschichtforschung weisen sie mit ihrer Expertise Alleinstellungsmerkmale aus. Seitens des LZH sind als hervorragende Themenschwerpunkte die Ion Beam Sputtering (IBS) Prozesse sowie Charakterisierungsmessungen nach ISO-Norm-Standards zu nennen. Das IOF verfügt ergänzend über besondere Kenntnisse zu optischen Funktionsschichten und Nanostrukturen auf Kunststoffen sowie hochqualitativen Beschichtungen für den DUV- bis EUV-Bereich. Durch die jetzt angestrebte Zusammenarbeit im Rahmen von COMET ergänzen diese sich, so dass sie gemeinsam auf einzigartige Weise nahezu den gesamten wissenschaftlichen und technologischen Bereich auf dem Gebiet der optischen Dünnschichttechnologie abdecken. Dieser reicht von physikalischen Grundlagen und der Kenntnis bezüglich verfügbarer Materialien über diverse bestehende Herstellungsprozesse bis hin zu Verfahren zur Charakterisierung.

Lösungen für die nächste Generation
„Diese extremen Anforderungen und die damit verbundenen Problemstellungen bewältigt mittlerweile kein Forschungsanbieter mehr allein“, fasste Prof. Dr. Andreas Tünnermann bei der Eröffnung zusammen. „Wirtschaft und Wissenschaft erwarten, dass wir Kompetenzen zusammenlegen. Nur so kommen wir zu Lösungen für die nächste Generation.“

Das LZH und das IOF bilden im Rahmen von COMET somit die optimale Kooperation, um auch komplizierte und schwierigste Anforderungen an optische Komponenten von morgen zu erfüllen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Pressemitteilung des IOF: http://www.iof.fraunhofer.de/content/dam/iof/de/documents/Presse/2016/PM_Eroeffnung_COMET.pdf

Pressemitteilung zum Download: 

 

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.