Nachwuchsförderung im Zeichen des Lichts
22.10.2015

Bild 1: FWJ’ler Hauke Plate untersucht Optiken am Mikroskop. (Foto: LZH)

Bild 2: FWJ‘ler Torben Weiß bei der Probenvorbereitung. (Foto: LZH)

Bild 3: FWJ‘ler Amelie Schulze und Alexander Schönborn bei einem Schweißversuch. (Foto: LZH)

Im „Internationalen Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien“ begeistert das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) den Nachwuchs für Licht und seine Möglichkeiten. Mit Freiwilligem Wissenschaftlichen Jahr (FWJ), Niedersachsen Technikum und Praktika hilft das LZH bei der Berufsfindung im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

„Die Begeisterung für die Wissenschaft ist der Grundstein für unseren Erfolg. Diese an den Nachwuchs weiterzugeben, ist daher nur logische Konsequenz“, erläutert Dr. Dietmar Kracht, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer des LZH, das Engagement. Ein für beide Seiten beliebtes Angebot ist das seit 2011 in Niedersachsen angebotene FWJ, das es nach dem Abitur ermöglicht, für zwölf Monate erste Erfahrungen im MINT-Bereich zu sammeln.

Praktische Erfahrung im MINT-Bereich
„Dieses Jahr will ich nutzen, um mich zu orientieren, Einblicke in das Berufsleben zu bekommen und praktische Erfahrungen zu sammeln, die ich sonst erst nach dem Studium bekommen würde“, erklärt Hauke Plate seine Motivation, ein FWJ zu machen. Ob er nächstes Jahr Physik, Chemie oder Mathe studieren wird, weiß er noch nicht. Dieses Jahr ist er Teil der Gruppe „Photonische Materialien“ des LZH und lernt die Arbeit von Physikern und Ingenieuren an einem Forschungsinstitut kennen.

Hauke Plates Erwartungen an das kommende Jahr werden sich erfüllen lassen, weiß Alexander Helber. Er hat letztes Jahr im Rahmen seines FWJ ein automatisches Spektrometer programmiert, mit daran gearbeitet die Belastbarkeit von Optiken zu testen und nach Problemlösungen recherchiert. Aber auch ganz praktische Fertigkeiten wie Löten, Montieren und Bestellungen aufgeben, hat er in der Zeit gelernt. Für ihn steht der weitere Weg inzwischen fest: Er studiert zum Wintersemester 2015 Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen.

„Die meisten FWJ’ler kommen mit der mehr oder weniger konkreten Vorstellung zu uns, dass sie etwas im Bereich Technik oder Naturwissenschaften studieren wollen“, erzählt Dr. Marco Jupé, einer der Betreuer am LZH. „Wenn sie uns verlassen, haben sie sich meistens noch einmal umentschieden. Statt der Physik wird es dann zum Beispiel die Ingenieurwissenschaft, aber dem MINT-Bereich bleiben sie zu 90 Prozent treu.“ Insgesamt sieben Abiturienten sind 2015 in den verschiedenen Arbeitsgruppen des LZH eingebunden, seit 2011 waren bereits 24 FWJ’ler am LZH tätig. Neben dem FWJ können Abiturientinnen auch sechs Monate im Rahmen des Niedersachsen Technikums ein begleitetes Praktikum am LZH machen.

Schnupperangebote für Schüler
Doch das LZH öffnet seine Türen zu Versuchsfeld und Laboren auch für jüngere Altersgruppen. Eine der beliebtesten Veranstaltungen ist der Zukunftstag für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10. Auch die Beteiligung des LZH an der IdeenExpo findet immer regen Zulauf. Dieses Jahr waren über 1.200 Schüler/-innen am Stand des LZH, die sich unter anderem beim Schweißen, Schneiden und Operieren mit dem Laser ihr Junior-Laser-Diplom verdient haben. Schüler/-innen ab 16 Jahren haben zudem die Möglichkeit, zwei- bis dreiwöchige Praktika am LZH zu machen.

Einstieg in die Wissenschaft für Studierende
Natürlich ermöglicht das LZH auch Studierenden durch Praktika, Hilfskraftstellen und Abschlussarbeiten, Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb und in der engen Zusammenarbeit mit der Industrie zu sammeln.

Wer sich selbst von der Faszination Licht überzeugen möchte, kann das LZH am Tag des Lichts am 6. November 2015 in der Leibniz Universität Hannover besuchen. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. bis 12. Klasse.
 

Zu dieser Pressemitteilung gibt es drei Bilder.
 
Bildunterschrift Bild 1: FWJ’ler Hauke Plate untersucht Optiken am Mikroskop. (Foto: LZH)
Bildunterschrift Bild 2: FWJ‘ler Torben Weiß bei der Probenvorbereitung. (Foto: LZH)
Bildunterschrift Bild 3: FWJ‘ler Amelie Schulze und Alexander Schönborn bei einem Schweißversuch. (Foto: LZH)

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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.