Erstes Überblickswerk zu laserinduzierten Zerstörschwellen
12.12.2014

Bild 1: Buchcover des neu erschienen Überblickswerks zu laserindu-zierten Zerstörschwellen. © CRC Press

Bild 2: Demonstration der Laserstrahlungsresistenz eines Rugate Filters (Nd:YAG-Laser, Wellenlänge =1.064 nm, Pulsdauer P=8 ns). Die Belichtungszeit der Aufnahme betrug 30 s. Der Spiegel war nach 30 min Bestrahlungszeit noch voll funktionsfähig. Foto: LZH

Bild 3: Optiken für Laser. Foto: LZH

Einen umfassenden Überblick über laserinduzierte Zerstörungseffekte in optischen Komponenten gibt das neu erschienene Buch „Laser-Induced Damage in Optical Materials“. Das von Prof. Dr. Detlev Ristau, Leiter der Abteilung „Laserkomponenten“ am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), herausgegebene Buch ist eine Sammlung von Beiträgen führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Optischen Komponenten und der Lasertechnologie.

Zentralthema des Buches ist die laserinduzierte Zerstörung, die in sowohl in der Tiefe der optischen Komponenten als auch auf deren Oberfläche oder der Beschichtung bei großen Laserleistungen auftreten kann. Es greift essenzielle Themenbereiche zu Hochleistungs-Laserbeschichtungen und Materialien vor dem Hintergrund grundlegender Zerstörungsmechanismen auf. Zudem behandelt es wichtige Einflussgrößen bei der Herstellung und beim Einsatz der Optiken.

Umfassende Übersicht
In vier Teilen gibt das Buch eine grundlegende Einführung in theoretische und experimentelle Methoden und fasst momentane Entwicklungen, Strategien und Weiterentwicklungen im Feld der laserinduzierten Zerstörung zusammen. Dieses Referenzwerk gibt eine bisher in der Literatur nicht verfügbare Übersicht über Trends in der Modellierung und diskutiert Mess- sowie Evaluierungstechniken von Schwellenwerten laserinduzierter Zerstörung im Bezug auf internationale Standards.

Renommierte Autoren
„Laser-Induced Damage in Optical Materials“ ist momentan das einzige umfassende Überblickswerk, das Beiträge vieler renommierter Autoren auf dem Gebiet vereint. Die Autorenliste umfasst:
Jonathan W. Arenberg, Stefan Borneis, Philippe Cormont, Angela Duparré, Luke A. Emmert, Vitaly Gruzdev, Anne Hildenbrand-Dhollande, Marco Jupé, Laurent Lamaignere, Angus H. Macleod, Klaus R. Mann, Christian Mühlig, Jérôme Néauport, Semyon Papernov, Wolfgang Riede, Detlev Ristau, Wolfgang Rudolph, Sven Schröder, Jianda Shao, Michelle Shinn, M.J. Soileau, Christopher J. Stolz, Wolfgang Triebel, Frank R. Wagner, Denny Wernham, Roger M. Wood

Über Prof. Dr. Detlev Ristau
Prof. Dr. Detlev Ristau schloss 1982 sein Physikstudium im Bereich der optischen Dünnschichttechnologie ab. Danach erhielt er ein Stipendium an der Rice University in Houston, Texas. 1988 wurde er an der Universität Hannover promoviert. Anschließend war Detlev Ristau als Leiter der Arbeitsgruppe „Optische Schichten“ am Institut für Quantenoptik tätig. Seit 1992 ist er verantwortlich für die Abteilung Laserkomponenten des LZH. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung und präzise Kontrolle moderner Ionenprozesse für die Fertigung hochwertiger und stabiler optischer Schichten sowie die Charakterisierung von Optikkomponenten. Auf diesen Fachgebieten hat er im Jahr 2008 habilitiert und wurde 2010 auf eine Professur für angewandte Physik an der Leibniz Universität Hannover berufen.

Zu dieser Pressemitteilung gibt es drei Abbildungen.

Bildunterschrift Bild 1: Buchcover des neu erschienen Überblickswerks zu laserinduzierten Zerstörschwellen. © CRC Press

Bildunterschrift Bild 2: Demonstration der Laserstrahlungsresistenz eines Rugate Filters (Nd:YAG-Laser, Wellenlänge l=1.064 nm, Pulsdauer tP=8 ns). Die Belichtungszeit der Aufnahme betrug 30 s. Der Spiegel war nach 30 min Bestrahlungszeit noch voll funktionsfähig. Foto: LZH

Bildunterschrift Bild 3: Optiken für Laser. Foto: LZH

Pressemitteilung zum Download: 

Marketing  & Kommunikation
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E-Mail: l.bennefeld@lzh.de

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet erarbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.