Mit der Optogenetik Therapien, Screeningverfahren und biotechnologische Prozesse neu denken
08.07.2019

Abschließend diskutierten die Vortragenden beim Forum OptogenetikMeetsLabvolution, welche weiteren Lösungen die Optogenetik zukünftig etwa für die Medizin bieten kann. (Foto: LZH)

Vernetzung der Akteure beim Forum OptogenetikMeetsLabvolution am 21. Mai 2019. (Foto: LZH)

Optogenetik – diese noch junge Forschungsdisziplin beschäftigt sich mit der Steuerung biologischer Prozesse auf zellulärer Ebene mit Hilfe von Licht. Anlässlich der Messe LABVOLUTION (21.-23. Mai 2019 in Hannover) hatten PhotonicNet4Lab, BioRegioN Netzwerk LifeSciences Niedersachsen und das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) eingeladen, um beim Forum OptogenetikMeetsLabvolution die Optogenetik und ihr Potenzial dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit näherzubringen.

Im Mittelpunkt standen beim Forum OptogenetikMeetsLabvolution, das am 21. Mai 2019 im Rahmen des Biotechnica Forums stattfand, die zukünftigen Anwendungsgelder, Technologien und Werkzeuge. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsbereichen stellten innovative Projekte und Produkte vor. Neben einem Vortrag zur generellen Funktionsweise der Optogenetik von Professor Alexander Heisterkamp (Leibniz Universität Hannover) erläuterte Robert Zweigerdt von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine optogenetische Methode zur Kontraktion von Herzmuskeln. Ob sich diese Methode auch auf die Skelettmuskulatur übertragen lässt, untersucht derzeit einer der Projektpartner.

Ein Optogenetik-Starterkit für die Forschung präsentierte Fabian Will von der LLS Rowiak LaserLabSolutions GmbH. Dieses soll dem Kunden sowohl die optischen als auch die biologischen Komponenten liefern, um ein optogenetisches Experiment schnell und anwenderfreundlich aufbauen zu können.

Ebenfalls vertreten waren die aufstrebenden Start-ups Opto Biolabs und OptoGenTech. So hat Opto Biolabs einen Prototyp entwickelt, welcher die einfache Durchführung optogenetischer Experimente mittels Durchflusszytometrie ermöglicht und sich leicht in eine bestehende Laborinfrastruktur implementieren lässt. OptoGenTech hingegen arbeitet an der Entwicklung von flexiblen µLED Arrays zur Stimulation optogenetischer Kanäle. Eine visionäre Anwendung dieser Arrays ist das optische Cochleaimplantat, welches eine wesentlich verbesserte Hörwahrnehmung im Vergleich zu herkömmlichen Cochleaimplantaten ermöglichen soll.

Das Innovationsforum Optogenetik – Technologien und Potenziale (INOTEP) das am 28. und 29. November 2017 in Hannover stattfand, bot erstmals eine Plattform zur Vernetzung der Akteure aus den für die Optogenetik relevanten Disziplinen wie etwa die Optischen Technologien, Genetik, Biologie und Medizintechnik. Im Rahmen des PhotonicNet4lab knüpften das LZH und PhotonicNet daran an, um das vielversprechende Forschungsgebiet Optogenetik weiter aktiv zu gestalten, Projekte fortzuführen, Ideen anzustoßen und Projektpartner zusammenzubringen.