Konstruktion für die Additive Fertigung
02.10.2018

Dr.-Ing. Stefan Kaierle (LZH) und Prof. Dr.-Ing. Roland Lachmayer (iPeG) begrüßen die Teilnehmer zum Workshop „Konstruktion für die Additive Fertigung“. (Foto iPeG)

18 interessante Vorträge beleuchteten unterschiedliche Aspekte der Konstruktion für die Additive Fertigung. (Foto iPeG)

Im Versuchsfeld des LZH gab es sieben Stationen mit Live Demonstrationen und eine Postersession während der Mittagspause. (Foto iPeG)

Die Teilnehmer diskutierten intensiv an den Stationen. (Foto iPeG)

Beim dritten gemeinsamen Workshop des Instituts für Produktentwicklung und Gerätebau (iPeG) der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover und des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) erhielten rund 80 Teilnehmer einen fundierten Überblick über das Thema „Konstruktion für die Additive Fertigung“.

„Die Additive Fertigung ist zu großen Teilen bereits in der Anwendung angekommen“, sagte Dr.-Ing. Stefan Kaierle, Geschäftsführer des LZH, in der Begrüßung. „Doch gibt es zum Thema Konstruktion noch einen erheblichen Informations- und Weiterentwicklungsbedarf.“

„Die Konstruktionspotentiale der Additiven Fertigung hinsichtlich Nachhaltigkeit und kreativer Lösungen liegen nicht im Nachbau, sondern in den, durch die Technologie gegebenen, völlig neuen Möglichkeiten“, sagte Prof. Dr.-Ing. Roland Lachmayer, Institutsleiter des iPeG. „Wir sprechen deshalb hier nicht über Rapid Prototyping sondern primär über die Additive Fertigung von Serienlösungen.“

Die Bedeutung des Themas zeigte sich sowohl am großen Interesse der Teilnehmer aus ganz Deutschland als auch an der Menge der eingereichten Beiträge. In 18 kurzen Vorträgen wurden vor allem wissenschaftliche Ansätze der Konstruktion vorgestellt. Dabei wurde deutlich, nicht nur die Produkte verändern sich, sondern auch die Produktionsketten. Dabei darf die additive Fertigung nicht isoliert betrachtet werden. Häufig wird sie nämlich mit konventionellen Prozessen, wie Spanen und Fräsen, kombiniert. Das beeinflusst natürlich auch die Konstruktion der Bauteile.

Spannende Konstruktionsansätze finden sich auch in der Natur: Die Bionik bietet Inspirationen und ermöglicht Perspektivwechsel. Vorgestellt wurden auch neue Lösungsfindungsansätze und digitale Werkzeuge um die Prozesse vorhersagbarer zu machen.

Die Beiträge der Veranstaltung werden auch in diesem Jahr in einem Buch im Springer Vieweg Verlag veröffentlicht. Vorab durchlaufen sie ein Peer-Review-Verfahren. Das Buch zur letzten Veranstaltung ist bereits erhältlich:

Lachmayer, R.; Lippert, R. B.; Kaierle, S. (Hrsg.) (2018): Additive Serienfertigung - Erfolgsfaktoren und Handlungsfelder für die Anwendung, Springer Vieweg Verlag, Berlin Heidelberg; ISBN: 978-3-662-56462-2

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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 19 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.