MOONRISE
Laufzeit: 
1. August 2018 bis 31. Juli 2020
Gefördert von: 
VolkswagenStiftung

 

MOONRISEMoonrise-Logo. (Grafik: LZH)
Investigating the processing of Moon Regolith by means of Laser Melting in support of future Lunar Bases

Mit dem ehrgeizigen Projekt MOONRISE haben sich das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und das Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) der Technischen Universität Braunschweig das Ziel gesetzt, mit einem Laser Mondstaub zu schmelzen, um ihn als Baumaterial nutzbar zu machen. Internationale Raumfahrtorganisationen und Firmen planen nicht nur die weitere Erkundung, sondern auch die Besiedlung des Weltraums. Der Mond ist dabei als Forschungsstation und Ausgangsbasis für weitere Expeditionen von großer Bedeutung. Doch die Transportkosten zum Mond sind enorm: etwa 700.000 Euro pro Kilogramm Nutzlast. Daher müssten Infrastruktur, Bauteile und Geräte etc. bestenfalls direkt auf dem Erdtrabanten hergestellt werden.

Ziel: Mit Mondstaub in 3D drucken
Hier setzt MOONRISE an und will ein Lasersystem auf den Mond bringen, das dort Mondstaub, das sogenannte Regolith, aufschmelzen soll und damit die Additive Fertigung, also den 3D-Druck, auf den Mond zu bringt. Die Projektpartner Laser Zentrum Hannover e.V. Die MOONRISE-Technologie im Einsatz auf dem Mond. (Grafik: LZH)(LZH) und das Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) der Technischen Universität Braunschweig wollen so den Nachweis erbringen, das ein Laser mit weniger als drei Kilogramm Gewicht und dem Volumen einer großen Saftpackung auf dem Mond vorhandene Rohstoffe zielgerichtet aufschmelzen und später in vielseitige Strukturen umwandeln kann. Wenn das gelingt, können die Forscherinnen und Forscher ihre zukunftsweisende Technologie unter realen Bedingungen testen - und als Außenposten im All ein "Monddorf" additiv fertigen.

Das gezielte Aufschmelzen in vordefinierte Strukturen wird mit hochauflösenden Kameras überwacht und dokumentiert. Die Erkenntnisse aus den Versuchen werden grundlegenden Einfluss auf explorative Missionen generell haben. Denn gelingt das Experiment auf dem Mond, ließe sich das MOONRISE-Verfahren auf die Erzeugung größerer Strukturen hochskalieren. Somit könnten auf lange Sicht ganze Infrastrukturen wie Fundamente, Wege und Landeflächen durch die MOONRISE-Fertigungstechnologie erbaut werden.

2021 soll es so weit sein: Der MOONRISE-Laser von LZH und IRAS wird ein Teil der Mondmission der PTScientists sein und integriert in den Rover mit einer Rakete auf den Erdtrabanten geschickt. Unabhängig vom Erreichen des Mondmission-Ziels wird im Rahmen dieses Projekts die wissenschaftlich-technische Grundlage für den 3D-Druck auf dem Mond geschaffen.

Gefördert wird das Forschungsprojekt von der VolkswagenStiftung im Rahmen von „Offen – für Außergewöhnliches“.

Ansprechpartner
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld
Abteilungsleitung Kommunikation
Tel.: +49-(0) 511 2788 419
E-Mail: l.bennefeld@lzh.de

Weitere Informationen finden Sie in der gemeinsamen Pressemitteilung der TU Braunschweig und des LZH.