Kunstausstellung in der Miniaturgalerie – Das LZH lässt Kinderzeichnungen auf 500 x 500 Mikrometer schrumpfen
05.04.2005

Abb. 1: Laser trifft Kunst: Kinderzeichnungen zum Thema Industrie werden mit Hilfe der Lasertechnik nur 500 µm x 500 µm groß.

Wie im bekannten Wissenschaftsmagazin Nature unlängst zu lesen war, sind Wissenschaft und Kunst noch nie derart weit voneinander entfernt gewesen wie heute. Wissenschaftler am Laser Zentrum Hannover (LZH) zeigen nun, dass diese beiden Bereiche durchaus immer noch miteinander harmonieren können.

Die heutige Technik ist geprägt von fortschreitender Miniaturisierung. Werkzeuge zur Materialbearbeitung im Mikrometer- (1 µm = 0,001 mm) und Nanometerbereich (1 nm = 0,001 µm) werden immer wichtiger. Am LZH versucht man, diesen Größenbereich durch eine spezielle, so genannte Ultrakurzpuls-Lasertechnik zugänglich zu machen. "Der große Vorteil dieser Technik ist ihre hohe Flexibilität. Ein einziger Arbeitsgang reicht aus, um in beliebigen Materialien nahezu beliebige Geometrien zu erzeugen." erläutert Jürgen Koch, Physiker am LZH. Doch die entwickelte Technik lässt sich nicht nur streng wissenschaftlich nutzen. Auch Zeichnungen, Gemälde und Fotos eigenen sich als Vorlage.

Passend zur Hannover Messe hat das LZH jetzt in der Klasse 2e der Grundschule Saturnring in Garbsen ein Malwettbewerb zum Thema Industrie durchgeführt. Aus den entstandenen Bildern wurden drei ausgewählt und im Mikrometermaßstab (500 µm x 500 µm) mit dem Laser in eine Metallschicht übertragen. "Hätte man die Künstler im gleichen Verhältnis wie ihre Bilder verkleinert, so wären die Kinder gerade mal noch zwei Millimeter groß." verdeutlicht Elena Fadeeva, die diese Technik am LZH zusammen mit Jürgen Koch weiterentwickelt. Um Kunst und Wissenschaft einander wieder etwas näher zu bringen, stellt das LZH die Mikrometerbilder zusammen mit den Vorlagen während der Hannover Messe (11.-15.4.2005) in Halle 15, Stand F34 aus.

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