Neue "Laserverbindung" zwischen Hannover und Moskau
21.09.2005

Abb. 1: Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn mit Professor Herbert Welling (LZH) bei der Eröffnung des Erprobungs- und Beratungszentren in der Lasertechnik in Moskau

Am 12. September wurde in Moskau das deutsch-russische Erprobungs- und Beratungszentrum für Lasertechnik (EBZL) durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn (BMBF) und ihren russischen Amtskollegen Professor Andrej Fursenko eröffnet. Das EBZL ist eine Folge der zehnjährigen deutsch-russische Zusammenarbeit in den Optischen Technologien und wurde in einer Rekordzeit von sechs Monaten unter der Führung der russischen Laserassoziation LAS und des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) aufgebaut.

Beide Länder können von dem Laserzentrum in Moskau profitieren. Während die deutschen Industriepartner auf einen verbesserten Zugang zu russischen Unternehmen hoffen, wollen die russischen Partner durch das Erprobungs- und Beratungszentrum mehr Fachkräfte im Bereich der Lasertechnik qualifizieren. Weiterhin sollen kleine und mittleren Unternehmen in Russland einen leichteren Zugang zu der Lasertechnik durch Erprobungen und Beratungen finden.

In einem ähnlichen Projekt in Deutschland hat das LZH schon Erfahrungen gesammelt und kann so die russischen Kollegen beim Aufbau eines Erprobungs- und Beratungszentrums im eigenen Land unterstützen. "Ein Technologietransfer soll in beiden Richtungen stattfinden" sagt Dr.-Ing. Andreas Ostendorf, Geschäftsführer des LZH. "Dabei sind sowohl Sprach- wie auch kulturelle Barrieren zu überwinden. Für das EBZL-Projekt war es beispielsweise äußerst hilfreich, eine russischsprachige Mitarbeiterin im LZH zu haben."

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 2 Mio. € und werden vor allem vom BMBF wie auch von der russischen Regierung getragen. Allerdings unterstützen Industrieunternehmen in beiden Ländern das Erprobungs- und Beratungszentrum in Moskau mit knapp 1/3 der Gesamtkosten.

Die Errichtung weiterer Laserzentren – z. B. in St. Petersburg – ist laut BMBF bei einem Erfolg des EBZL in Moskau denkbar.

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Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.