Erste industrietaugliche Maschine für 3D-Nanostrukturen
06.04.2006

Abb. 1: Osterhase, hergestellt in Ormocer

Die Nanotechnologie wird immer bedeutenderer und marktfähiger und bietet jetzt schon ein großes Potential für Innovationen. Es fehlen jedoch oft geeignete Werkzeuge für diese Technologie, insbesondere industrietaugliche Maschinen, um dreidimensionale Strukturen mit Auflösungen unter einem Mikrometer herzustellen.

Daher stellt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) auf der Hannover Messe 2006 die erste kommerziell erhältliche und industrietaugliche Maschine für die 3-dimensionale Strukturierung aus, womit eine Auflösung von 100 nm erreicht wird. Die dafür notwendigen Technik der 2-Photonen-Polymerisation (2PP) basiert auf dem Härten von einem fotoempfindlichen Polymer durch Laserstrahlung.

Die Anwendungsmöglichkeiten der 2PP-Anlage sind sehr vielfältig, vor allem in der Medizintechnik (für die Herstellung von Implantaten und die Verbesserung ihrer Biokompatibilität), in der Mikrooptik (bei der Herstellung von verbesserten oder neuartigen optischen Bauelementen), in der Mikromechanik oder in der Mikrofluidik. Zudem lässt sich der Prozess nahezu beliebig skalieren, so dass auch Strukturen im cm-Bereich schnell und problemlos aufgebaut werden können.

Mit der 2PP-Maschine können erstmalig beliebige 3D-Strukturen mit einer submikrometer Auflösung in einem einzigen Produktionsschritt aufgebaut. Dieses bedeutet erhebliche Zeit- und Kostenvorteile für die Anwender. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht nur Polymere bearbeitet werden können. Durch die Auswahl eines geeigneten Lasersystems ist es auch möglich, viele verschiedene Werkstoffe zu schneiden oder auch deren Oberflächen zu bearbeiten.

Dafür werden Ultrakurzpulslaser eingesetzt, die eine nahezu schädigungsfreie Bearbeitung aller Materialien ermöglichen. Dieses ist vor allem bei der Herstellung von Produkten aus empfindlichen Materialien von größter Bedeutung. Die auf der Hannover Messe vorgestellte 2PP-Maschine ist universell einsetzbar und kann ohne Werkzeugwechsel sowohl Strukturen aus Polymeren aufbauen, wie auch Materialien schneiden oder deren Oberfläche modifizieren bzw. strukturieren.

Diese Weltneuheit finden Sie beim LZH in Halle 14, Stand H 36 auf dem Gemeinschaftsstand von hannoverimpuls.

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Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.