Wenn Kunststoffteile und Gussformen immer kleiner werden… hilft die Lasertechnik
31.01.2007

Abb. 1: Beispiel und Details einer Mikrostruktur, die im Projekt LAUNCH-MICRO mit Ultrakurzpulslasern hergestellt wurde.

Ein Trend zu miniaturisierten Teilen – besonders in den Bereichen Telekommunikation, Medizin, Biomedizintechnik und in der Automobilindustrie – ist in den letzten Jahren deutlich zu erkennen. Für die immer kleiner werdenden Teile und Komponenten müssen auch entsprechende Produktionstechnologien entwickelt werden. Der Mikrospritzguss ist eine viel versprechende Technologie, um diese Mikroteile auch kostengünstig in Massen herstellen zu können Allerdings fehlt zur Zeit eine passende Produktionstechnologie, um die immer kleiner werdenden Gussformen mit engen Toleranzen produzieren zu können.

Das von der EU geförderte Projekt LAUNCH-MICRO beschäftigt sich mit dieser Thematik. In diesem Verbundprojekt haben Partner aus sechs europäischen Ländern die Aufgabe, die Prozesse Fräsen, Laserabtragen und Erodieren für die Herstellung von Mikrogussformen zu untersuchen. Ziel ist es, Prototypen für industrielle Anwendungen zu entwickeln, die eine hochpräzise Anfertigung von Mikrobauteilen bei hohen Geschwindigkeiten ermöglichen. Zu den Schwerpunkten der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gehören unter anderem luftgelagerte Führungssysteme, Positioniersysteme mit Auflösungen im Nanometerbereich, Online-Prozessüberwachung für die Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen.

Die Aufgabe des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) im Projekt ist es, einen laserbasierten Herstellungsprozess von Mikrogussformen zu entwickeln. Dafür wird zur Zeit eine vollautomatische Ultrakurzpulslaser-Mikrobearbeitungsmaschine gemeinsam mit den Firmen KUGLER GmbH und LUMERA Laser GmbH entwickelt und qualifiziert, um eine maximale Qualität bis in den Submikrometerbereich zu gewährleisten. Weiterhin ist die Sicherheit des Lasersystems, besonders bezüglich des Filterns der entstehenden Stäube, Gegenstand der Untersuchungen.

LAUNCH-MICRO hat zum erklärten Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Werkzeug- und Komponentenhersteller im Bereich der Mikroproduktion deutlich zu verbessern. Obwohl der Projektschwerpunkt hauptsächlich in der Herstellung von Mikrogussformwerkzeugen liegt, sind weitere Anwendungsfelder nahe liegend. Mehr Information erhalten Sie unter http://www.lzh.de oder http://www.launch-micro.org.

Pressemitteilung zum Download: 
Business Development & Communications Abteilung
Michael Botts
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Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.