Zweite Messung einer Gravitationswelle bestätigt
05.07.2016

Am 26. Dezember des vergangenen Jahres haben die LIGO-Detektoren in den USA eine weitere Gravitationswelle gemes-sen. Jetzt hat die Auswertung bestätigt: Es konnte zum zweiten Mal das Verschmelzen zweier schwarzer Löcher aufgezeichnet werden. Das nun verschmolzene Paar war deutlich kleiner als jenes bei der ersten Messung einer Gravitationswelle im September 2015.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts in Hannover und Potsdam und der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover haben erneut dazu beigetragen. Sie haben seit dem ersten Nachweis unter anderem Suchmethoden für schwache Signale und neue Wellenmodelle entwickelt.

Die Messungen sind aber natürlich auch der Entwicklung der hochmodernen Detektortechnologie zu verdanken. In dieser stecken Lasersysteme des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Das Institut arbeitete unter der Federführung des Albert-Einstein-Institut (AEI) mehr als zehn Jahre an der Entwicklung immer leistungsfähigerer Systeme. Die Laser der LIGO-Detektoren wurden gemeinsam von LZH, AEI und einer Ausgründung des LZH, der Firma neoLASE, gebaut und in den amerikanischen Observatorien installiert.

Die inzwischen eingesetzten Advanced LIGO (aLIGO) Systeme sind um ein fünffaches leistungsfähiger als ihre Vorgänger, mit denen die bestätigten Messungen vorgenommen wurden. Mit diesen Systemen und den Ergebnissen der Forscherteams in Hannover und Potsdam wird sich die astronomische Wissen-schaft in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

 

Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen:

Informationen zur ersten Messung einer Gravitationswelle (Feb-ruar 2016):