Mikrobearbeitung mit Ultrakurzpulslasern – das LZH auf der MICRONORA 2016
19.09.2016

Vom 27. bis zum 30. September 2016 präsentiert sich die Gruppe Laser-Mikrobearbeitung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) auf der MICRONORA, der Fachmesse für Mikrotechnik in Besançon, Frankreich. Sie stellen dort aktuelle Arbeiten und Dienstleistungen aus der Laser-Mikrobearbeitung und der additiven Fertigung von Kunststoffen vor.

Ultrakurzpulslaser sind universelle Werkzeuge für die Bearbeitung von nahezu allen festen Werkstoffen. Die Laser sind hochflexibel einsetzbar und erzeugen präzise und beständige Strukturen bei minimalen thermischen und mechanischen Schäden. Diese Eigenschaften sind für heutige Anforderungen an die Materialbearbeitung unabdingbar – einen noch höheren Stellenwert nehmen sie in der Mikrobearbeitung ein. Das LZH erarbeitet Verfahren für die Lasermikrobearbeitung verschiedenster Materialien. Auf der MICRONORA werden unter anderem aktuelle Bearbeitungsmöglichkeiten von Keramik gezeigt.

Aus der abtragenden Mikrobearbeitung werden funktionalisierte Oberflächen und integrierte Sensoren präsentiert. Diese geben Bauteilen neue oder verbesserte Eigenschaften und erhöhen deren Effizienz und Langlebigkeit. In Kooperation mit Industriepartnern entwickelt das LZH Verfahren für die Mikrostrukturierung von Metallen und Nicht-Metallen für den Maschinenbau, die Medizintechnik sowie den Solarbereich. Mit integrierten Sensoren können selbst kleinste Dehnungen in schwer verformbaren Teilen einer Werkzeugmaschine gemessen werden. So können etwa im laufenden Prozess der Zustand der Maschine überwacht, Prozesskräfte und Schwingungen gemessen und diese Informationen für die Prozesskontrolle und -optimierung genutzt werden.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Gruppe Laser-Mikrobearbeitung in der additiven Fertigung von Kunststoffen. Auf der MICRONORA zeigen sie 3D-Bauteile, deren Herstellung mit einer Auflösung bis zu 5 µm möglich ist. Verwendet wird dafür die Mikrostereolithografie, ein badbasiertes, schichtweise arbeitendes Verfahren. Ausgangsmaterialien können aber auch mittels Aerosoljet auf Oberflächen gesprüht und anschließend ausgehärtet werden. Das ermöglicht bislang unmögliche Fertigungsprozesse: Mit dieser Methode kann sowohl mittels additiver Fertigung auf bestehende Bauteile aufgesetzt als auch mit Multimaterialbauprozesse auf unebenen Oberflächen gearbeitet werden.

Besuchen Sie uns auf Stand 406 in Halle C und erfahren Sie mehr – unsere Experten der Laser-Mikrobearbeitung freuen sich auf Sie! 

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