Workshop am LZH: Simulation in der Dünnschichttechnik
14.01.2015

Bild 1: Mit molekulardynamischen Verfahren simulierte Struktur einer TiO2-Schicht (150.000 Atome), die mit einem thermischen Verfahren auf ein Substrat mit einem Partikeldefekt deponiert wurde. (Grafik: LZH)

Am 25. Februar 2015 richtet das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zusammen mit dem Kompetenznetz PhotonicNet einen Workshop zur Simulation in der Dünnschichttechnik aus. Modellbasierte Optimierungsverfahren ermöglichen kosteneffiziente und bedarfsgerechte Abstimmung der Funktionsschichten auf das Produkt. Der Workshop fasst hierzu den Stand der Forschung zusammen und soll Impulse für den Transfer in die Praxis setzen.

Moderne Beschichtungsverfahren zählen zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien in Industrie und Forschung. So ist beispielsweise in der Photonik kaum ein Produkt zu finden, das keine optischen Funktionsschichten enthält. Der Trend geht zu anspruchsvollen optischen Systemen mit vielen, auf kleinstem Raum angeordneten Elementen sowie Lasersystemen mit immer größeren Ausgangsleistungen. Die Anforderungen an die Herstellung solcher Funktionsschichten steigen dabei stetig.

In der optischen Dünnschichttechnologie beruhten entsprechende Lösungsstrategien über Jahrzehnte hinweg auf kleinen technischen Iterationsschritten, die immer wieder die notwendigen Qualitätsverbesserungen erbrachten. Auch vor dem Hintergrund des Trends zu einem hohen Diversifizierungsgrad der Produkte und der damit einhergehenden enormen Flexibilisierung der Beschichtungsverfahren stößt man mittlerweile jedoch an die Grenzen dieser einfachen, aber dennoch sehr aufwendigen empirischen Anpassungstechniken.

Notwendig ist hier nunmehr ein strategisches Umdenken hin zu modellbasierten Optimierungsverfahren, die auf der Grundlage von Simulationen der einzelnen Fertigungsphasen eine kosteneffiziente und bedarfsgerechte Abstimmung der Funktionsschichten auf das Produkt ermöglichen.

Vollständiges Programm und Informationen zur Anmeldung: http://www.photonicnet.de/veranstaltungen/2015/02/simulationen-in-der-duennschichttechnik/

Zu der Pressemitteilung gibt es eine Abbildung.

Bildunterschrift Bild 1: Mit molekulardynamischen Verfahren simulierte Struktur einer TiO2-Schicht (150.000 Atome), die mit einem thermischen Verfahren auf ein Substrat mit einem Partikeldefekt deponiert wurde. (Grafik: LZH)

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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.