Niedersachsen Technikum am LZH: „Am spannendsten war der Weg zum Ziel“
18.08.2014

Bild 1: Lovisa Wonnemann präsentiert am uniKIK Schultag 2014 den 3D-Drucker des LZH, hier zu sehen mit einem gedruckten Schaf. Foto: uniKIK

Bild 2: Lovisa Wonnemann mit dem Gauß-AG plus-Team des LZH und Dr. Florian Leydecker (uniKIK). Foto: uniKIK

„Maschinenbau ist absolut das, was ich machen möchte“, ist Lovisa Wonnemann sich nach ihren sechs Monaten in der Gruppe Oberflächentechnik am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) sicher. Lovisa hat die Zeit nach dem Abitur genutzt, um mit dem Niedersachsen Technikum in ihr zukünftiges Berufsfeld zu schnuppern. Das Programm ermöglicht jungen Frauen Studium und Berufsalltag in den MINT-Fächern auszuprobieren. Das Technikum vereint dabei ein vergütetes Praktikum mit einem Schnupperstudium an einer niedersächsischen Hochschule.

Lovisa konnte am LZH nicht nur den Wissenschaftlern bei ihrer Forschung über die Schulter schauen, sie hatte mit der Optimierung eines 3D-Druckers auch ein eigenes Projekt. Der Drucker war 2013 im Rahmen eines Schülerprojekts der Gauß-AG plus entstanden. Lovisa hat ihn anschließend mit optimiert, 3D-Scans angefertigt, bearbeitet und diese anschließend ausgedruckt.

Selbstständiges Arbeiten, gute Betreuung
Gefallen hat ihr dabei vor allem das selbstständige Arbeiten: „Den Drucker habe ich vor die Nase gestellt bekommen und es hieß probier mal“. Allein gelassen wurde sie dabei jedoch nicht, berichtet Lovisa: „Ich konnte immer mit meinen Fragen zu den Kollegen gehen, die Betreuung war wirklich gut. Die Wissenschaftler sind mit Leidenschaft und Spaß dabei, daher vermitteln sie ihr Wissen auch sehr gut.“

„Einen langweiligen Arbeitsalltag gab es nicht“, erzählt die Technikantin, die später selbst in die Forschung will: „Ich hatte ständig andere Aufgaben. Ich habe mir überlegt, was steht an, was will ich erreichen, was sind meine Prioritäten. Das habe ich dann abgearbeitet.“

Beeindruckt haben Lovisa der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den LZH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Am besten fand ich zu sehen, wie Wissenschaft funktioniert“, meint Lovisa. So hat sie bereits vor dem Studium gelernt, dass viel Ausprobieren und auch Rückschläge mit zur Forschung gehören. Am spannendsten an ihrer Zeit fand sie daher, wie sie sagt, „den Weg zum Ziel“.

Gut vorbereitet auf ihr Studium
Als Teil des Niedersachsen Technikums hat die zukünftige Studentin an einem Tag in der Woche andere Institute und Firmen besucht, mit Studierenden über deren Erfahrungen gesprochen und bereits eine Vorlesung zur Werkstoffkunde an der Leibniz Universität Hannover (LUH) gehört. Das Programm hat sie in ihrer Entscheidung für ein Maschinenbaustudium an der LUH bestärkt. Ihr Berufsziel steht bereits fest: Mit ihrer Forschung möchte sie umweltfreundliche Technik gestalten. Das LZH hat sie schon weiterempfohlen und das Niedersachsen Technikum kann am LZH im Herbst 2014 in die zweite Runde gehen.

Finanziert wurde Lovisas Niedersachsen Technikum aus Mitteln des Sonderforschungsbereichs 871 „Regeneration komplexer Investitionsgüter“.

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Zu dieser Pressemitteilung gibt es zwei Bilder.

Bildunterschrift Bild 1: Lovisa Wonnemann präsentiert am uniKIK Schultag 2014 den 3D-Drucker des LZH, hier zu sehen mit einem gedruckten Schaf. Foto: uniKIK

Bildunterschrift Bild 2: Lovisa Wonnemann mit dem Gauß-AG plus-Team des LZH und Dr. Florian Leydecker (uniKIK). Foto: uniKIK

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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet erarbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von 15,993 Millionen Euro (Stand 2013), u.a. aus Erträgen aus Projekten von Bund, Land, EU und der Industrie.

Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.