Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner zu Besuch im LZH

02.02.2012
Auf seinem Rundgang durch das Institut wurde Minister Birkner von vier Vertretern des LZH-Vorstands begleitet: den geschäftsführenden Mitgliedern Dr. Dietmar Kracht und Klaus Ulbrich sowie Vorstandssprecher Prof. Dr. Wolfgang Ertmer und Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, beide von der Leibniz Universität Hannover und seit vielen Jahren enge Kooperationspartner des Laser Zentrums. (V. l. Umweltminister Dr. Birkner, Geschäftsführer Dr. Kracht, Vorstandssprecher Prof. Dr. Ertmer.)

Am Mittwoch folgte Dr. Stefan Birkner einer Einladung in das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Der neue Minister für Umwelt und Klimaschutz in Niedersachsen erhielt Einblicke in zentrale Forschungs- und Entwicklungsthemen des LZH sowie in die vielfältigen Anwendungspotentiale der Lasertechnik. Besonderes Augenmerk galt den Bereichen Leichtbau, Solar- und Oberflächen­technik - die "Green Photonics" sind ein wichtiger Schwerpunkt aktueller Laserforschung in Hannover.

 So konnte sich Dr. Birkner davon überzeugen, wie das LZH durch die spezielle Laser­bearbei­tung von CFK-Materialien (kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe) innovative Leichtbaukon­zepte in der Luftfahrt- und Automobilindustrie ermöglicht. Damit lassen sich teure und seltene Rohstoffe ein­sparen bzw. der Kraftstoffverbrauch erheblich verringern. Niedersachsen nimmt gerade im Bereich der CFK-Forschung international eine bedeutende Stellung ein. Die wichtige Entwick­lung zur Groß­serien­tauglichkeit von Leichtbauprodukten wird von der Landesregierung nachhaltig unterstützt.
 
Ebenso beeindruckt zeigte sich der Minister von den durch Lasertechnik erzielbaren Fortschritten im Bereich Solartechnologie. Moderne Laserverfahren führen beispielsweise zur Effizienzsteigerung von Photo­vol­taikzellen wie auch zur Senkung der Produktionskosten von Solarkollektoren für die Warm­wasser­auf­bereitung. Außerdem werden durch den Einsatz laserge­schweißter Glasrohre höhere Qualitäten der Solarreceiver erreicht.
 
Einen kleinen Ausschnitt aus ihren Forschungsfeldern zeigte die Abteilung Werkstoff- und Prozess­technik mit der Herstellung spezieller Implantate mittels Laser. Die so genannten Formgedächtnis­legierungen haben die faszinierende Fähigkeit, ihre Geometrie durch gezielte Temperaturbehand­lungen zu ändern, sich somit dem Heilungsprozess anzupassen und zu einer verbesserten Knochen­heilung beizutragen. Der geringe Wärmeeintrag bei der Fertigung eines derartigen Implantats mit Hilfe des Lasers bewahrt im Gegensatz zu herkömmlichen energieinten­siven Fügeverfahren diese Eigenschaft.
 
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des LZH ermöglichen erhebliche Innovationen in sehr vielen Bereichen der Industrie wie auch in der Medizin. Dies führt zu Kosteneinsparungen, Effizienz- und Qualitätssteigerungen und dient im hohen Maß der Wirtschaftskraft des Landes Niedersachsen. Darüber hinaus hat das Institut seit seiner Gründung vor 25 Jahren mit 17 im Bereich der Laser­technik ausgegründeten Firmen rund 500 neue Arbeitsplätze geschaffen – ein echter Jobmotor für die Region.

 

Das LZH auf der Hannover Messe 2012

Halle 17, Stand C55

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Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.