LZH gründet Forschungsinstitut in Moskau
12.08.2011

Feierliche Unterzeichnung der Gründungsakte am 23. Mai in Moskau. Im Vordergrund v.l.n.r. Prof. Herbert Welling (LZH), Prof. Sadovnichi (Präsident der Lomonossov-Universität), dahinter Frau Prof. Schavan (BMBF), Prof. Fursenko (russischer Forschungsminister)

Im Rahmen des Petersburger Dialogs am 19. Juli in Hannover besuchte das Präsidium der Lomonossov-Universität das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Seit kurzem sind die Moskauer Staatliche Lomonossov-Universität und das LZH Partner im gemeinsamen ‚Forschungsinstitut für Oberflächen- und Nanotechnologie‘. Erstmalig ist es gelungen, eine so genannte nicht-kommerzielle Partnerschaft zwischen einer russischen Universität und einem deutschen Institut als juristische Person zu verwirklichen.

Vor gut einem Jahr wurde das LZH im Rahmen eines Wettbewerbs des Internationalen Büros des BMBF ausgewählt, Forschungskooperationen in den optischen Technologien auf eine neue Ebene zu bringen. Nicht mehr ein bilaterales Entwicklungsprojekt war das Ziel, sondern der Aufbau einer auf Nachhaltigkeit angelegten gemeinsamen Forschungseinrichtung. Mit der Moskauer Staatlichen Lomonossov-Universität konnte ein Partner gefunden werden, der sowohl große Erfahrungen im Bereich der optischen Technologien aufweist als auch starkes Interesse an einer gemeinsamen Gründung zeigte.
 
Am 23. Mai erfolgte in Moskau die Unterzeichnung der Gründungsdokumente für ein Gemeinschaftsinstitut des LZH mit der Lomonossov-Universität. Anlass war die feierliche Eröffnung des Deutsch-Russischen Jahres für Wissenschaft, Bildung und Innovation. Ziel dieser zwischenstaatlichen Vereinbarung zwischen dem BMBF und dem russischen Forschungsministerium ist es, gemeinsame Forschung und Ausbildung in verschiedenen Bereichen der Hochtechnologien voranzutreiben.
 
Im Forschungsinstitut für Oberflächen- und Nanotechnologie soll an wichtigen anwendungsnahen Forschungsthemen gearbeitet und die Kompetenzen der beiden Partner gebündelt werden. Ausgangspunkt für die gemeinsamen Arbeiten werden zunächst bereits formatierte Forschungsinitiativen im Bereich der optischen Dünnschichttechnologie sein. Das LZH bringt hier vielfältige Erfahrungen in der Herstellung optischer Komponenten und die Lomonossov-Universität ihre herausragenden Kompetenzen in der Synthese der Simulation komplexer optischer Systeme ein.
 
Der kürzlich erfolgte Besuch von Mitgliedern des Präsidiums der Lomonossov-Universität am LZH sollte wichtige Grundlagen für die Kooperation schaffen. Man lernte sich noch besser kennen und konnte gemeinsam über die fernere Zukunft nachdenken. Einigkeit bestand darin, nunmehr die fachliche Arbeit mit konkreten Projekten zu beginnen. Aber auch der Wunsch, weitere Kooperationen u. a. unter Einbeziehung der Leibniz-Universität Hannover zu entwickeln, wurde deutlich formuliert: gemeinsame Studiengänge und gemeinsame Forschungsaktivitäten in der Bio-Photonik waren dabei nur zwei mögliche Themen für die Zukunft.

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Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt.