Lasermedizin

Minimal-invasive Chirurgie mittels fs-Laserskalpell
Laboraufbau der adaptiven Optik zur Korrektur von Aberrationen in Augen

Arbeitsschwerpunkte

  • Einsatz des fs-Lasers in der Chirurgie (Therapie)
  • Bildgebung (Diagnose) und online-Kontrolle (Imaging) des zu therapierenden Areals mittels adaptiver Optik und OCT

Aktuelle wissenschaftliche Arbeiten:

  • Presbyopiebehandlung mittels fs-Laserpulsen (fs-Lentotomie)
  • OCT-Darstellung und fs-Dissektion der Stimmlippen in der Laryngoskopie
  • Puls-zu-Puls-Wechselwirkung im Hinblick auf eine Effizienzsteigerung hochrepetierender Lasersysteme in der Medizin Gefäßchirurgie (Laserangioplastie)

Femtosekunden-Laserskalpell für die minimal-invasive vitreo- retinale Chirurgie mit adaptiver Optik und OCT- Kontrolle

In der intraokularen Mikrochirurgie ermöglichen Femtosekunden- Laserpulse eine hochpräzise Gewebetrennung mit geringer thermischer Schädigung des umliegenden Gewebes. Stark fokussierte Femtosekunden-Laserpulse erzeugen einen optischen Durchbruch im Fokusvolumen und damit eine Trennung des Gewebes durch die resultierende Kavitationsblase (Photodisruption). Um die Retina während der Laseranwendung nicht zu beschädigen, muss der Laserfokus entweder einen Sicherheitsabstand zur Retina einhalten oder die Pulsenergie darf einen bestimmten Schwellwert nicht überschreiten. Dies ist bei Anwendungen in unmittelbarer Umgebung der Retina von besonderer Bedeutung, da hier die Vermeidung parasitärer Schädigungen des umliegenden Gewebes zwingend anzustreben ist. Da die vorderen Komponenten des Auges, wie die Hornhaut und die Linse, aberrationsbehaftet sind, ist der Fokus im hinteren Augenabschnitt verzerrt und die Schwellenergie heraufgesetzt. In diesem Projekt sollen die Augenaberrationen mittels adaptiver Optik kompensiert werden, um einen minimalen Schwellwert für die Photodisruption zu ermöglichen. Zusätzlich soll ein optischer Kohärenztomograph zur präzisen Darstellung des Operationsgebietes integriert werden, so dass die Fokusposition im Auge genau eingestellt werden kann und die Schnittführung des Operateurs unterstützt wird. So soll ein Femtosekunden-Laserskalpell realisiert werden, dass die minimal- invasive vitreo-retinale Chirurgie im posterioren Augenabschnitt ermöglicht. Die Abbildung 1 zeigt schematisch eine mögliche Anwendung zur minimal-invasiven Durchtrennung von epiretinalen Bindegewebsmembranen, die im Gegensatz zur derzeitigen Standard Vitrektomie kein mechanisches Trauma mit daraus resultierender Kataraktbildung verursacht und somit eine attraktive Alternativtherapie darstellt. Die Adaptive Optik zur Korrektur von Aberrationen in Augen ist in Abbildung 2 dargestellt.

Weitere Informationen

Ausführlichere Informationen zu den Aktivitäten der Gruppe Lasermedizin finden Sie auf www.lasermedizin.uni-hannover.de/index.php?id=20&L=http%3A%2Fusers2.

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Gruppenleitung

Dr. Tammo Ripken
Tel.:  +49 (0)511 - 2788 228
E-Mail: t.ripken@lzh.de