Lasermedizin

Arbeitsschwerpunkte

Die Gruppe Lasermedizin bearbeitet vor allem therapeutische und diagnostische Möglichkeiten des fs-Lasers. Insbesondere aber wird an der Kopplung von schneidendem Laser (Therapie) und bildgebendem Laser (Diagnose) gearbeitet, sowie klinische Tests vorbereitende Tierversuchsstudien zur Behandlung der Alterssichtigkeit betrieben.

Als neues Projekt wird die Korrektur der Aberrationen in Augen mittels adaptiver Optik zur Steigerung der Präzision von fs-Lasereingriffen in der Therapie von Netzhauterkrankungen erschlossen. Ziel dabei ist es, mithilfe des fs-Lasers ein optisches Skalpell zu realisieren, mit dem Bindegewebsmembranen durchtrennt werden können, die die Ursache der traktiven Netzhautablösung darstellen. Zur Korrektur der Abberationen im vorderen Augenabschnitt und der dadurch bedingten erhöhten Schwellenergie für einen optischen Durchbruch im hinteren Augenabschnitt soll das optische Skalpell mit einer adaptiven Optik kombiniert werden. So sollen Schnitte durch Photodisruption mit minimierter Pulsenergie in epiretinalen Bindegewebsmembranen ermöglicht werden.

Im Bereich der Presbyopiebehandlung (Alterweitsichtigkeitsbehandlung) bei der mittels fs-Laserpulsen die verlorene Flexibilität des Linsengewebe wieder hergestellt werden soll, wurde ein neues kompaktes und mobiles Funktionsmuster auf Basis eines fs-Faserlasers und einer 3D-Positioniereinheit entwickelt. Durch eine Integration einer OCT-Bildgebung an die Applikationseinheit wurde die Durchführung einer Wundheilungstudie an Kaninchen mit einem zeitlichen follow-up von 6 Monaten ermöglicht. Dabei traten keinerlei Komplikationen auf. Die Integration einer bildgebenden OCT-Einheit in verschiedene fs-Laser basierte Applikatoren ist Schwerpunkt in Projekten zur Dünnschnittgewebsdiagnose in Zusammenarbeit mit der Fa. Rowiak und der Gewebsdifferenzierung in der Stimmlippenchirurgie (Laryngoskopie). Bei letzterem kann die Bildgebung mittels OCT die herkömmlichen Diagnoseverfahren bei der Erkennung von Polypen, Knötchen, Granulomen oder Reinke-Ödemen entscheidend verbessert werden.

Weitere Informationen

Ausführlichere Informationen zu den Aktivitäten der Gruppe Lasermedizin finden Sie auf www.lasermedizin.uni-hannover.de/index.php?id=20&L=http%3A%2Fusers2.

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Gruppenleitung

Dr. Tammo Ripken
Tel.:  +49 (0)511 - 2788 228
E-Mail: t.ripken@lzh.de